Qualitätssicherungsverfahren Transplantationsmedizin und Nierenersatztherapie

Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen einschließlich Pankreastransplantationen (QS NET)

In diesem vierten Verfahren nach DeQS-RL "QS NET" werden seit dem 1. Januar 2020 die bisherige "Qualitätssicherungs-Richtlinie Dialyse (QSD-RL)" und die QS-Verfahren "Nierentransplantation und Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation" gemäß "Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL)" weitergeführt.

Das Verfahren QS NET nach DeQS-RL gliedert sich wiederum in drei Teilauswertungen, die sich bezüglich der einbezogenen Leistungserbringer und Patienten, der Datenerfassung, der Auswertung und der Durchführung des Stellungnahmeverfahrens unterscheiden:

  • Dialyse (DIAL)
  • Nierentransplantation (NTX)
  • Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation (PNTX).

In DIAL werden gesetzlich Versicherte, die auf Grund eines schweren chronischen Nierenversagens eine chronische Dialyse ambulant oder teilstationär erhalten, ohne Altersbegrenzung in das QS-Verfahren eingeschlossen. Die Auswertung erfolgt hinsichtlich Aufklärung über Behandlungsoptionen und speziell die Transplantationsoption, Dialyseparametern und -komplikationen sowie des 1- bis 10-Jahres-Überlebens nach Diagnosestellung.   

In NTX und PNTX werden hingegen alle stationären Patienten ohne Altersbegrenzung erfasst, bei denen eine derartige Organ-Transplantation durchgeführt wurde. Im QS-Verfahren werden intra- und postoperative Komplikationen, die Sterblichkeit im Krankenhaus, das 1- bis 5-Jahre-Überleben der Patienten und die Transplantatfunktion über eine Vielzahl von Qualitätsindikatoren erfasst und ausgewertet.

Die Datenannahme erfolgt für das komplette QS-Verfahren QS NET auf Landesebene. Das Stellungnahmeverfahren hingegen wird für DIAL auf Landesebene, für NTX und PNTX auf Bundesebene durchgeführt.

Die Follow-up-Indikatoren werden zur Nierentransplantation und zur Pankreas- und Pankreasnierentransplantation (PNTXFU) zu den Erfassungsjahren 2017 bis 2019, in denen die Primäreingriffe durchgeführt wurden, weiterhin nach der QSKH-Richtlinie ausgewertet.