Qualitätssicherungsverfahren Hinweis

QS-Verfahren "Ambulant erworbene Pneumonie": Einbeziehung von COVID-19-Infizierten

Im Qualitätssicherungs-(QS)-Verfahren "Ambulant erworbene Pneumonien" werden bereits seit Einführung des Verfahrens auch Virus-induzierte Pneumonien erfasst. SARS-CoV-2-Pneumonien werden wie andere Virus-Pneumonien überwiegend ambulant erworben.

COVID-19-Fälle sind bei stationärer Behandlung mit den Sekundär-Diagnosen U07.1! oder U07.2! insbesondere in den Entlassdiagnosen zu dokumentieren.

Die derzeitigen Qualitäts-Indikatoren (QI) des QS-Verfahrens „Ambulant erworbene Pneumonie“ betrachten die frühzeitige Risikoerfassung der Erkrankung durch Bestimmung der pulmonalen Symptomatik (Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung), die frühzeitige Antibiotikatherapie, die Sterblichkeit im Krankenhaus sowie die Maßnahmen zur raschen Rehabilitation der betroffenen Patienten.

Für COVID-19-Pneumonie-Fälle muss ggf. nach Prüfung eine Überarbeitung und Anpassung der Qualitätsindikatoren und der Auswertungssystematik erfolgen, um einen sachgerechten Einrichtungsvergleich zu ermöglichen. Mit diesen Sekundär-Diagnosen U07.1! oder U07.2! ist eine stratifizierte Auswertung möglich. Dadurch sollen Nachteile in der Vergleichbarkeit für einzelne Leistungserbringer(innen) vermieden werden.

Unterdokumentation

Liegt eine Überlastung durch COVID-19-Fälle in einem Krankenhaus vor, gilt dies bei Unterdokumentation als Ausnahmetatbestand und wird nicht sanktioniert.